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Funk & Soul

Soul Soulmusik Geschichte

Zum Ende der 1950er Jahre hin entwickelte sich aus den afroamerikanischen Musikgenres Rhythm and Blues und Gospel eine neue schwarze Musikrichtung, der Soul. Eng verbunden mit dem politischen Aufbruch der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA Anfang der 1960er Jahre, wurde Soulmusik ein wichtiger Mosaikstein des erstarkenden afroamerikanischen Selbstbewusstseins. Viele schwarze Musiker wurden in der breiten amerikanischen Öffentlichkeit nicht nur für ihre künstlerische Qualität bewundert und geliebt, nun sorgten megamäßige Schallplattenverkäufe und ausverkaufte Konzerttourneen für explodierende Einkommen, welche einen vorab eher Weißen vorbehaltenen Aufstieg in die Spitzen der Gesellschaft ermöglichte.

schwarze Popmusik    Soulmusik Geschichte

Schwarze Popmusik – Soul

Zu den Protagonisten schwarzer Soul- und Popmusik zählten Sänger und Sängerinnen wie Ray Charles, James Brown, Aretha Franklin, Otis Redding und Wilson Pickett sowie später Diana Ross und The Supremes, The Temptations, Stevie Wonder, Marvin Gaye oder die Jackson Five mit dem jugendlichen Michael Jackson. Diese und viele weitere Musiker bildeten mit ihrem Soul in den 1960er und Anfang 1970er Jahren das Rückgrat schwarzer Popmusik. Schallplatten-Produktionsfirmen wie das in Memphis ansässige Stax Label oder das in Detroit beheimatete Motown Label waren auf Soulmusik spezialisiert. In den 1970er Jahren sollte auch der aus Philadelphia stammende Phillysound den Soul musikalisch erweitern. Unvergessen ist die schmachtende, sonore Stimme von Barry White, die für viele zum Inbegriff des Phillysounds wurde. Neben Barry White und seinem Love Unlimited Orchestra prägten Musiker wie Lou Rawls, The Delfonics oder The O’Jays den Soul aus Philadelphia, der insbesondere durch den Einsatz harmonisierender Streichersätze einen unverwechselbaren Sound kreierte.

Funk    Funkband

Funk Geschichte

In den 1960ern Jahren wurde der für treibende Grooves wegweisende Musikstil Funk kreiert. Revolutionär am Funk war, Rhythmus und Tanzbarkeit stark in den Vordergrund der musikalischen Komposition zu stellen. Nicht eingängige Melodien und übersichtliche Gesangsstrophen bildeten nun den Kern eines Songs, sondern zum Teil schier endlos wiederholte rhythmische Figuren trugen den Sound und sorgten für pralles Leben auf den Tanzflächen. Die auf perfekte Tanzbarkeit ausgelegte Songstruktur war Garant für den Erfolg der neuen Musikrichtung in den Tanzpalästen und Diskotheken.

Funk Geschichte    James Brown Funk

Funk Musik – James Brown

Wie schon die Musikgenres Soul, Jazz und Blues wurde auch der Funk ursprünglich von afroamerikanischen Musikern komponiert und gespielt. Hauptprotagonist des Funk war der Sänger, Bandleader, Tänzer und Komponist James Brown. Die Inszenierung der Live-Auftritte der James Brown Funkband setzten völlig neue Standards. Wenn James Brown der „Soul Brother Number One“, „The Hardest Working Man In Show Business“, die selbsternannte „Sexmachine“ oder auch „The Godfather Of Soul“ genannt seine Band während eines Songs mit den Worten „Take me to the bridge“ anfeuerte, brodelten Konzerthallen und Veranstaltungssäle weltweit.